Autor: Gerald Ganglbauer

  • Vojo Radkovic

    Vojo Radkovic

    Sonntagsfrühstück mit Vojo, 1947 – 2024

  • Glenn Tipton

    Glenn Tipton

    Photo © Ross Halfin: Judas Priest, Wembley, 21st February 2009

    Ten years ago Glenn was diagnosed to have the onset of the early stages of Parkinson’s – from then until recently Glenn has lived his life as the great heavy metal guitar player he has always been, maintaining by his own definition a standard of quality and performance that is incredibly important.

    Right now Glenn is able to play and perform some of the Priest songs that are less challenging but due to the nature of Parkinson’s progression he wants to let you all know that he won’t be touring as such –

    True to the metal spirit of ‚the show must go on‘ Glenn has requested Andy Sneap to fly the flag on stage for him

    “I want everyone to know that it’s vital that the Judas Priest tour go ahead and that I am not leaving the band – it’s simply that my role has changed. I don’t rule out the chance to go on stage as and when I feel able to blast out some Priest! So at some point in the not too distant future I’m really looking forward to seeing all of our wonderful metal maniacs once again”

    Rob, Richie, Ian and Scott have this to say:

    “We have been privileged to witness Glenn’s determination and steadfast commitment over the years, showing his passion and self belief through the writing, recording and performing sessions with Priest – he is a true metal hero! We are not surprised by Glenn’s insistence that we complete the Firepower tour and thank Andy for joining us to make Glenn’s wishes become real – As Glenn has said we also can’t wait to have him with us at any time any place on the road… We love you Glenn!”

    „Glenn Tipton/Judas Priest diagnosed with Parkinson’s“
    Judas Priest Newsletter

  • Justus Neumann

    Justus Neumann

    Menschen mit Parkinson *

    Justus Neumann ist 1987 nach Australien ausgewandert. Er hatte im September 2016 seine letzte Aufführung im MuTh (Wien) mit „Häuptling Abendwind“. Im Dezember 2022 wurde bei ihm Parkinson diagnostiziert.

    1989 oder 1990 war ich, auch ein Ausgewanderter, zu Besuch in seinem selbst gebauten Haus in Adventure Bay auf Bruny Island, einem gottverlassenen Stück Land vor Tasmanien, das stolz den besten Seelachs in alle Welt exportiert, aber mir nicht erklären konnte, was einen Wiener Burgschauspieler an diesem entlegenen Ort fest hielt.

    Eva, seine Freundin aus Österreich, bewohnte das Haus, während Justus wieder einmal im Burgtheater auf der Bühne stand. Ein oder zwei Jahre später lernten wir uns in Graz kennen, wo er mit Tamara Saulwick „Don Quichote, Mann von La Mancha“ spielte. Damals hatten wir nicht die leiseste Ahnung, dass wir beide einmal an Parkinson erkranken würden.

    Heute kämpfen wir – jeder auf seine Art – wieder gegen diese verdammten Windmühlen. Er macht das mit surrealem Witz am MuTh mit „Die Weisheit des Herrn Parkinson“. Ich hätte ihn in dieser Rolle nach so vielen Jahren gerne wieder gesehen. Auf Bruny ists wohl nicht mehr möglich, eher noch irgendwann in Wien.

    Gerald Ganglbauer

  • Michael J. Fox

    Michael J. Fox

    Die fiktionalen Zeitreisen in seinen Hollywood-Filmen wurden von der Realität eingeholt: Am 21. Oktober 2015 war das „Zurück in die Zukunft“-Spektakel in den Kinosälen nicht nur für Fans seiner Filme ein Ereignis. Der Filmdarsteller Michael J. Fox bekam mit 29 Jahren Parkinson diagnostiziert und gilt heute als das Gesicht der Erkrankung.

    Er zog sich im Jahr 2000 im wesentlichen aus dem Filmbusiness zurück und gründete die Michael J. Fox Foundation for Parkinson’s Research, die bisher 450 Millionen Dollar gesammelt hat, 89 Prozent gehen direkt in die Forschung.

    Sein zum Teil heftig diskutierter öffentlicher Auftritt 2006, in dem er die körperlichen Symptome ungeschminkt gezeigt hat, haben ihm große Aufmerksamkeit in den USA gebracht.

    Ziel war die unter George W. Bush höchst umstrittene Stammzellen-Forschung voranzutreiben. Er musste sich auch sagen lassen, die starken Überbewegungen seien möglicherweise nur gespielt gewesen (auch im öffentlichen Leben in Graz ist nicht sofort jede sich unkontrolliert bewegende Person als Betrunkener zu deklarieren).

    Seine Bücher „A Funny Thing Happened on the Way to the Future“ (2010), „Allways Looking Up“ (2009) und „Lucky Man“ (2002, deutsch: „Comeback. Parkinson wird nicht siegen“) sind Bestseller geworden.

    Nach zahlreichen Auszeichnungen für sein Filmschaffen (Golden Globe, Grammy Awards, Emmys, Goldene Kamera, …) erhielt er für sein Engagement für die Parkinson-Forschung vier Ehrendoktorwürden von der New York University, University of British Columbia, Karolinska-Institut und der Mount Sinai School of Medicine.

    Nachdem er eine für ihn passende Therapie gefunden hat, ist er seit 2013 auch wieder in Serien zu sehen. Sehr zu empfehlen: „STILL“ (Appletv).

    Seine Lebenshaltung ist beispielgebend: man lernt erst das zu schätzen, was man bereits hat oder dazu gewonnen hat, wenn man sieht, was verloren gegangen ist.

    Claudia Parenzan

  • Kopfbahnhof

    Kopfbahnhof

    “Kopfbahnhof” nimmt den roten Faden dort wieder auf, wo “Ich bin eine Reise” anno 2014 Halt gemacht hat.

    Profil Kulturredakteur Wolfgang Paterno spricht am Welt-Parkinson-Tag 2023 mit Gerald Ganglbauer, ehemaliger Präsident von „parkinsonline.info“ und Autor von „Kopfbahnhof“, im Literaturhaus Salzburg über seine fortschreitende Erkrankung an M. Parkinson.
  • Peter Hofmann

    Peter Hofmann

    Menschen mit Parkinson † 

    Anno 1994 entdeckte Hofmann an sich erste Anzeichen der Parkinson-Krankheit, konnte die Auswirkungen jedoch zunächst mit Hilfe von Medikamenten beherrschen und weiter als Sänger auftreten.

    Der 1944 in Marienbad (Tschechien) geborene Peter Hofmann spielte schon in seiner Jugend in einer Rock ’n‘ Rollband und betrieb erfolgreich Leistungssport (Stabhochsprung, Zehnkampf).
    Als Opernsänger wurde er vor allem in Wagner-Opern bekannt, in denen er nicht nur wegen seines kraftvollen Gesangs, sondern auch wegen seiner hünenhaften Erscheinung mit einer für einen Mann ungewöhnlichen Haarpracht auffiel.
    1976 gab er den Siegmund in der heute als Jahrhundertring (Richard Wagners „Ring des Nibelungen“) genannten Inszenierung von Patrice Chereau am „Grünen Hügel“ in Bayreuth. Statt der üblichen würdigen Herren im Schaffell mit Perücke sang ein blondgelockter durchtrainierter junger Bursch und tobte mit Jeannine Altmeyer über die Bühne. Anschließend kam es in den umgebenden Lokalen nicht nur zu Wortgefechten zwischen den traditionellen Wagnerianern und der gay community. Die Meinungen gingen  quer durch alle Generationen und Lager.

    Parallel dazu veröffentlichte er erfolgreich einige Platten („Rock Classics“), auf denen er bekannte Rock- und Popballaden interpretierte, die ihm zahlreiche Gold- und Platin-Schallplatten einbrachten.

    1990 sang er die Titelrolle im „Phantom der Oper“ in Hamburg.
    Er präsentierte seine eigene Show mit dem Titel „Hofmanns Träumereien“ und tourte mit internationalen Rock-Hits, Elvis-Presley-Titeln, deutschsprachigen Liedern und später auch Country-Musik durch Europa.
    Wie kaum ein anderer vor ihm wagte und schaffte er den Spagat zwischen klassischer Musik und Rock-, Pop- sowie Countrymusik.

    Parkinson. Diese Krankheit passt nicht zu mir.

    1994 entdeckte Hofmann an sich erste Anzeichen der Parkinson-Krankheit, konnte die Auswirkungen jedoch zunächst mit Hilfe von Medikamenten beherrschen und weiter als Sänger auftreten.
    Aufgrund seiner fortschreitenden Erkrankung gab er 2004 offiziell das Ende seiner Karriere bekannt. „Parkinson. Diese Krankheit passt nicht zu mir. Diese Krankheit passt zu niemandem“ – so überschrieb er sein Engagement für die Parkinson-Forschung, in der Hoffnung, dass die Erkrankung „schon bald niemandem mehr Grenzen setzen muss“. Seinen täglichen Kampf und den von mehr als 200.000 Leidensgenossen allein in Deutschland beschrieb er mit den Worten: „Sie stört und zerstört. Sie setzt immer enger werdende Grenzen.“
    Die letzten Jahre bis zu seinem Tode lebte er zurückgezogen mit seiner dritten Frau Sabine und der gemeinsamen Tochter.
    Im November 2010 verstarb Peter Hofmann an den Folgen einer Lungenentzündung.

    2012 erschien das Buch seines Bruders Fritz Hofmann: Peter Hofmann – Geschichten aus einem bewegten Sängerleben.

    Claudia Parenzan

  • profil Interview

    profil Interview

    Manchmal fürchte ich, dass ich wahnsinnig werde

    profil-Interview 15.8.21

    Wolfgang Paterno im Gespräch mit Gerald Ganglbauer
    in: Profil Nr. 33, 52. Jg, 15. August 2021, Wien

  • SBS Radio

    SBS Radio

    Ein deutschsprachiger Beitrag von Barbara Barkhausen in Australiens multikulturellem SBS Radio über Gerald Ganglbauers „Ultimo Support Group“ für Menschen mit Parkinson.

    SBS Podcast
    Parkinson’s in the City of Sydney

    Ultimo ist ein Precinct (Bezirk) in der Innenstadt von Sydney.