Although not intentionally written in a context with Parkinson’s in mind, this culture magazine sampler, – with 164 in its first, and 200 pages in its second edition – brings back the last 100/120 Gangway articles about Austrian culture and the arts, nicely designed and printed in full colour throughout.
Gangway Kulturmagazin: Die Stattegger Jahre. Deutsch. Gangan Verlag, Stattegg 2021.
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Ein deutschsprachiger Beitrag von Barbara Barkhausen in Australiens multikulturellem SBS Radio über Gerald Ganglbauers „Ultimo Support Group“ für Menschen mit Parkinson.
Parkinson’s in the City of Sydney
Ultimo ist ein Precinct (Bezirk) in der Innenstadt von Sydney.
Gerald Ganglbauers letztes Buch erschien als Sonderausgabe der Edition Parkinsong.
Gerald Ganglbauer: Kopfbahnhof. Edition PARKINSONG, Stattegg 2020, 160 S., ca. 150 Abb. in Farbe, Hardcover, ISBN 978-3-900530-36-5. € 30,00 plus Versand.
Mit dem Kauf öffnet man sich nicht nur die Option, ein reich bebildertes (Tage-)Buch eines Parkinson Betroffenen zu erwerben, sondern damit auch Gutes zu tun. Diese Ausgabe gibt es nicht im Handel, sondern nur bei Bestellung auf Rechnung. Parkinson war über 200 Jahre lang als Alterskrankheit ein Stiefkind der Medizin, trifft jedoch auch Jüngere. Gerald Ganglbauer erhielt die Diagnose mit 48.
Mit 50 gründete er eine Selbsthilfegruppe in Sydney, Australien, mit 52 eine Patientenorganisation in Österreich, der er 10 Jahre lang als ihr Präsident diente. In seinen sechs Büchern verarbeitet er die Zeit mit der Krankheit und flechtet die unbeschwerte Vergangenheit mit ein.
ich find es total mutig, was du machst, gerald! du gibst dieser krankheit ein gesicht. und ermutigst diejenigen, die erkrankt sind oder erkranken, sich nicht zurückzuziehen, sondern vorhanden zu sein! respekt!
Der 1928 geborene Dichter litt an Parkinson. Hätte er noch ein Buch schreiben können, hätte es – wie er selbst sagte – „Reisen im eigenen Zimmer“ geheißen. Diese Reisen führen ihn in Grenzräume zwischen klarem Geist und glühender Halluzination, durch die Zimmer der geheimnisvollen Villa am Festungsberg, an die Plätze seiner national-sozialistischen Jugend, zu den rauschenden Festen alter Freunde, in die fernen Länder der Gedankenreisen und die Abgrundwelten seiner Albträume.
›Den bedeutendsten unter Österreichs bisher unentdeckten Autoren‹, nennt ihn der österreichische Erfolgsautor Daniel Kehlmann. Karl-Markus Gauß hält ihn für einen der besten Essayisten Österreichs, und Kollege Thomas Bernhard hat einst über Amanshauser gesagt: ›Habe mich bei jedem Preisausschreiben beteiligt, hab allerdings nie einen gekriegt, ich hab sicher fünf oder sechs Mal beim Trakl-Preis eingereicht, den hat dann immer der Amanshauser gekriegt oder irgendwer. Ich bin ja oft zur Jugendkulturwoche gefahren, da haben sie dann vom Amanshauser zehn Gedichte gelesen, und von mir eines mit vier Zeilen, das war immer die Degradierung und die Rivalität, und dann will man gedruckt sein.‹
Gerhard Amanshauser, geboren 2. Jänner 1928 in Salzburg, gestorben 2. September 2006 ebenda, ist in den Siebziger Jahren als Schriftsteller bekannt geworden (u.a. ›Schloss mit späten Gästen‹, Roman, Residenz Verlag 1975, verfilmt 1981 vom ORF). Seit 1996 legt die ›Bibliothek der Provinz‹ sein Gesamtwerk neu auf, mit ›Terrassenbuch‹, ›Mansardenbuch‹ und ›Fransenbuch‹ hat er Klassiker der modernen deutschsprachigen Literatur geschaffen. Zuletzt erschien im Residenz Verlag die Autobiographie ›Als Barbar im Prater‹. Sein literarisches Werk ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden.
Gerhard Amanshauser gilt vor allem als Meister der Kurzprosa, des Essays und der Satire. Er hat sich immer vom zeitgenössischen Gesellschafts- und auch Literaturbetrieb distanziert. Bis auf wenige Reisen, nach China und Indien, hat er sein ganzes Leben in der Amanshauser-Villa am Festungsberg verbracht. Aus der selbstgewählten Isolation des Schriftstellers, ist krankheitsbedingt, eine erzwungene Isolation geworden.
Stefan Weber (* 8. November 1946 in Wien; † 7. Juni 2018)
Der Drahdiwaberl Bandleader ist tot
Die Jüngeren wissen vielleicht nicht, woher sie den Namen kennen sollten, für meine Generation war er der komplett überdrehte schrille Bandleader von Drahdiwaberl, schon zu Lebzeiten eine Legende, hatte er 1969 doch die „wildeste Band Österreichs“ gegründet und bei allen Auftritten ordentlich die Sau herausgelassen.
Nun ist er tot, 71-jährig gestorben und ich hoffe, er kann es mit den Engerln wieder ausgelassen treiben, denn in den letzten Jahren hatte er mit dem Scheiß-Parkinson keinerlei Lebensqualität mehr. Ich weiss nur zu genau wovon ich spreche, von seiner Tochter Monika und im Vorjahr habe ich ihn noch im Spital besucht. Aber „Gespräch“ gab es leider keines. Mich haben nur zwei dunkle Augen angestarrt als ob er mich verstehen würde, aber seine Zunge konnte keine Worte mehr formen. Ich war bei ihm, um die Zusage zu erbitten, seinen „Parkinson Blues“ übersetzen und als Duett aufnehmen zu dürfen. Monika sagte mir danach, dass er sich gefreut habe und mit meiner Übersetzung und dem Projekt einverstanden sei. Das war Parkinson im letzten Stadium und ich habe lange darüber sinniert, wann es wohl bei mir so weit sein würde, – und das waren keine guten Aussichten.
Schade, dass er seinen Blues nicht mehr auf der Parkinsong CD hören kann. Meine tiefe Anteilnahme geht an Monika und die Familie, aber jetzt hat ers wieder gut, da oben mit den Engerln, denn unten habens ihn doch nicht reingelassen. R.I.P. Stefan.
Performance of the Movement Disorders Society Criteria for Prodromal Parkinson’s Disease: A Population-Based 10-Year Study
Philipp Mahlknecht, MD PhD, et al
We aimed to identify prodromal Parkinson’s disease (PD) and its predictive accuracy for incident PD in an unselected elderly population and to estimate the relevance of this approach for future neuroprotection trials. We applied the recently published Movement Disorders Society (MDS) research criteria for prodromal PD to participants of the prospective population-based Bruneck Study of the 2005 assessment (n 5 574, ages 55-94 years). Cases of incident PD were identified at 3-year, 5-year, and 10-year follow-up visits. We calculated predictive accuracies of baseline prodromal PD status for incident cases, and, based on them, estimated sample sizes for neuroprotection trials with conversion to PD as the primary outcome. Baseline status of probable prodromal PD (n 5 12) had a specificity in predicting incident PD of 98.8% (95% confidence interval, 97.3%-99.5%), a sensitivity of 66.7% (29.6%-90.8%), and a positive predictive value of 40.0% (16.7%-68.8%) over 3 years. Specificity remained stable with increasing follow-up time, sensitivity decreased to 54.6% (28.0%-78.8%) over 5 years and to 35.0% (18.0%-56.8%) over 10 years, whereas positive predictive value rose to 60.0% (31.2%-83.3%) and 77.8% (44.3%-94.7%), respectively. Sample size estimates at 80% power in an intention-to-treat approach ranged from 108 to 540 patients with probable prodromal PD depending on trial duration (3-5 years) and effect size of the agent (30%-50%). Conclusions: Our findings show that the MDS criteria for prodromal PD yield moderate to high predictive power for incident PD in a community-based setting and may thus be helpful to define target populations of future neuroprotection trials.